Buchteln Rezept oder eine Ode an Slowenien 💟

In der slowenischen Heimat meiner Eltern ist schon immer der österreichische Einfluss in der KĂŒche zu spĂŒren gewesen.
Wenn man wenn man von der KĂŒche des ehemaligen Jugoslawien spricht,  denkt  jeder erst einmal an Cevapcici oder sehr fleischlastiges Essen. Doch leider - oder besser: Gott sei Dank! - ist das weit weg von der realen KĂŒche.
Slowenien ist ein kleines, aber feines Land. Es ist sehr abwechslungsreich und vielfĂ€ltig. Im Norden des Landes gibt es die julischen Alpen, die sich hervorragend zum Wandern, Klettern, Rating oder Mountainbiking anbieten. Im Osten des Landes gibt es das Weinanbaugebiet, das sehr an die unberĂŒhrte Toscana von vor 30 Jahren erinnert und man herrliche weinselige Abende bei diversen Winzern verbringen, aber auch wunderbar wandern kann.
Im Westen gibt es ein kleines StĂŒckchen KĂŒste an der Adria und im SĂŒden grenzt es an das Nachbarland Kroatien.

ErwĂ€hnen sollte man auch die Hauptstadt Ljubljana (was ĂŒbersetzt "die Liebliche" bedeutet). Diese Stadt ist so wunderbar lebende und kreativ, dass man sie unbedingt mal erobern sollte. Viele europĂ€ische HauptstĂ€dte sind inzwischen so ĂŒberlaufen, dass man sie fast schon meiden sollte. Aber im Osten Europas liegen viele kleine Perlen, die noch relativ unentdeckt sind.

So vielfĂ€ltig wie das Land ist auch die KĂŒche. Es gibt frischen Fisch, Mehlspeisen und natĂŒrlich auch deftigeres Essen. Wer schon mal den slowenischen weißen TrĂŒffel probiert hat, der braucht nicht mehr nach Italien reisen. Also ihr seht schon, ein Besuch Sloweniens lohnt IMMER!

Meine Mutter kommt aus dem Weinanbaugebiet Sloweniens und die NĂ€he zu Österreich /Ungarn prĂ€gte auch das Essen.
Es gibt, soweit ich weiß, keine Mehlspeise, die meine Großmutter nicht machte, die man auch in Österreich kennt.
Unter anderem waren Buchteln oft auf dem Speiseplan fĂŒr den Nachmittag, denn die kann man auch bei großer Hitze ganz gut essen.
Hier kommt nun ein Rezept, dass ich versucht habe in vernĂŒnftigen Mengen aufzuschreiben, denn meine Oma machte alles ohne Rezept und da meine Mutter Köchin war, fĂŒhrte sie auch kein Rezeptbuch, sondern hatte ebenso alles im Kopf.
Sie sagte bei den Rezepten immer nur die Zutaten, aber nie die Mengen an, was das Kochen anfÀnglich etwas erschwerte, als ich alleine lebte...

BUCHTELN

Zutaten:
500 g Mehl, zwei Eier, 75 g bis 100 g Zucker, ein halber Teelöffel Salz, 250 ml Milch, 100 g Butter,ein PÀckchen Trockenhefe, Pflaumenmus oder andere Marmelade

Zubereitung:
Mehl, Eier, Zucker, Salz und die HĂ€lfte der Butter in Flöckchen in einer SchĂŒssel zusammen zu einem Knetteig vermengen. Die Milch leicht erwĂ€rmen die Hefe einstreuen und unter rĂŒhren auflösen. 
Dann die Milch- Hefe -Mischung zum restlichen Teig zu fĂŒgen und 5 Minuten lang zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig mit einem sauberen Tuch zu decken und 1 Stunde lang an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Teig jetzt noch Mals kurz kneten und in 12-4 und 20 Kugeln teilen. Die einzelnen Kugeln etwas platt drĂŒcken und mit gewĂŒnschter Marmelade oder auch Nutella befĂŒllen , die RĂ€nder des Teigs nun zusammen drĂŒcken . Die buchten mit der verschlossenen Seite nach unten in eine gefettete Auflaufform setzen, mit flĂŒssiger Butter bestreichen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen. Im vorgeheizten Back Ofen (180° Umluft) circa 30 Minuten backen. Vor dem servieren mit Puderzucker bestreuen. Man kann auch selbstgemachte Vanillesauce dazu reichen.

Das Rezept zur Vanillesauce muss ich auch noch mal aufschreiben.

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